Zeitlos modern – der Stuhl „S 664“ von Eddie Harlis

Der aus Osnabrück stammende Designer und Innenarchitekt Eddie Harlis entwarf 1954 den zeitlosen und bis heute sehr modern wirkenden Stuhl S 664. Harlis Vorliebe für schlichte, elegante Möbel spiegelt sich auch in diesem Designerstuhl wider. Der Stuhl S 664 gehört zu einem der frühen Modelle, die Harlis als freier Designer und Innenarchitekt für das Unternehmen Thonet anfertigte. Thonet ist eines der ältesten, familiengeführten Möbelhersteller weltweit. Das Unternehmen produziert hochwertige Möbel, die sowohl private als auch geschäftliche Wohn-, Arbeits- und Lebensräume veredeln. Im Anschluss folgten eine Vielzahl weiterer Produkte, die Harlis nicht nur für das Unternehmen Thonet, sondern auch für einige andere namhafte Möbelhersteller entwarf.

Stuhl S 664 – 50er Jahre Design für die Ewigkeit

Der Stuhl S 664 stammt aus einer Zeit, in der sich wieder verstärkt Aufbruchstimmung verbreitete. Von seiner Ausstrahlung hat der Stuhl S 664 bis heute nichts eingebüßt. Mit dem aus Stahl konstruierten Unterbau und der darauf liegenden Sitzschale aus gebeiztem oder lackiertem Holz werden zwei Elemente kombiniert. Diese strahlen Leichtigkeit und Robustheit zugleich aus.

Durch die zwei Öffnungen an den Seiten der Sitzschale reflektiert der Stuhl S 664 Licht und Schatten, wodurch der Eindruck entsteht, der Stuhl schwebe im Raum. Als schönes Designerobjekt der 50er Jahre lässt sich der S 664 mit ähnlichen Möbelstücken im futuristischen Look gut kombinieren. Das futuristische Flair kommt bei dem Stuhl S 664 besonders gut zur Geltung.

Marcel Breuer – Wassily

Marcel Lajos Breuer, wurde 1902 in Pécs in Ungarn geboren und verstarb 1981 in New York. Mit seiner Arbeit als Architekt und Möbeldesigner gilt Breuer als Vater der Moderne. Marcel Breuer konzentrierte sich bei seinen Entwürfen auf standardisierte Typenmöbel mit einfachen Formen.

Stahlclubsessel B3 „Wassily“ von Marcel Breuer

1920 bis 1923 besuchte Breuer als Schüler die berühmte Bauhausschule in Weimar. Nach einem anschliessenden einjährigen Aufenthalt in einem Architekturbüro in Paris, kehrte Marcel Breuer zum Bauhaus zurück und übernimmt von 1925 – 28 die Leitung der Möbelwerkstatt. Während seiner Bauhauszeit entwarf Marcel Breuer auch seinen berühmten Stahlrohrsessel, zunächst unter der Bezeichnung « Stahlclubsessel, Typ B3 » vorgestellt, später auf den heutigen Namen « Wassily » umbenannt. Als Quelle der Inspiration für diese erste aus Stahlrohr hergestellte zusammenklappbare Sitzgelegenheit, diente Breuer – zumindest teilweise – die Konstruktion einer herkömmlichen Fahrradlenkstange.

Breuer und Gropius gemeinsam an der Harvard Universität

Marcel Breuer verarbeitet von diesem Zeitapunkt an Stahlrohr als hygienisches und preiswertes Grundelement, auch in anderen Möbelbereichen, wie Tischen und Schränken. 1937 emigriert Marcel Breuer in die USA. Dort erfüllte er zusammen mit Walter Gropius bis 1946 einen Lehrauftrag an der berühmten Designschule der Harvard Universität.

Anschliessend läßt sich Marcel Breuer in New York nieder und eröffnet erneut sein eigenes Architekturbüro. In dieser Zeit entwirft Breuer über 70 Gebäude, zu denen – nur um eine kleine Auswahl zu nennen – das Unesco-Gebäude in Paris (1953-58) und das Whitney-Museum of American Art in New York (1966) gehören. Marcel Breuer zählt mit seinen Werken heute zu den berühmtesten Vertretern der Moderne.

Altersweisheit

In den eigenen vier Wänden ist es doch immer noch am schönsten. Zumindest, wenn man sich daheim schön eingerichtet hat. Doch nur allzu oft sieht es in den eigenen vier Wänden relativ berechenbar aus, ungefähr so wie in dem Katalog eines skandinavischen Möbelhauses. Doch wenn Sie ihre Möbel lieber als Stilmittel, denn als Sitzgelegenheit einsetzen, sollten Antiquitäten für Sie die richtige Wahl sein.

Antiquitäten alt und geschätzt

Denn mit echten Antiquitäten setzen sie ein Ausrufezeichen in ihrer Einrichtung. Dabei sind die Möbel durch den Einsatz von Massivholz und Leder zumeist äußerst widerstandsfähig und trotz gehobenen Alters extrem haltbar. Strukturelle Schwächen sucht man bei solcher Einrichtung vergebens. Und selbst Schäden lassen sich meist mit ein wenig Geschick und Leim beheben.

Insbesondere die typischen Zierelemente an Holzmöbeln zu Beginn des 20. Jahrhunderts sorgen für einen Hauch von Nostalgie daheim, damals bedeutete Holzhandwerk eben noch mehr, als passende Platten zu einem Möbelstück zu verschrauben. Stattdessen vereinen sich Kunst und Praktikabilität in Ornamenten. Ob nun im bürgerlichen Biedermeier oder verziert durch prunkvolle Rokoko-Elemente – Einige Antiquitäten sorgen für hochherrschaftliche Atmosphäre.

Bauhaus Möbel

Doch auch für Liebhaber der Einfachheit gibt es inzwischen schon als Antiquitäten zu bezeichnende Möbel wie Bauhaus-Stühle oder -Tische. Gerade die Bauhaus Epoche steht für die Verbindung klassischer Eleganz und Einfachheit. Form follows function – und dies gilt insbesondere für die Möbel aus dieser Zeit.

Und eine wichtige Sache haben Möbel vergangener Tage einer neuen Sitzlandschaft definitiv voraus: Charakter. Wer nimmt nicht lieber auf einem Ledersofa Platz, dessen Polster durch die Jahre gegerbt sind oder bedient sich in einer Hausbar, deren antikes Holz schon für Hemingways trockene Martinis der Untergrund hätte sein können.
Antiquitäten verleihen jedem Heim eine eigene und einzigartige Note und zeugen nicht nur vom Geschmack des Besitzers.

Die Vielfältigkeit von Antiquitäten Stühlen – die Holzart macht den Unterschied

Antiquitäten sind Zeugen der Zeit und werten Ihr Heim als besonderes Highlight auf. Antike Stühle stammen aus unterschiedlichen Epochen und Stilrichtungen, wobei sich jede Epoche in eigener Kunst und Architektur widerspiegelt. Sie können die Möbel der einzelnen Epochen in verschiedenen Holzarten gefertigt vorfinden. Das Holz des Nussbaum werden Sie in sehr hochwertigen Möbeln verarbeitet sehen. Die feine Maserung ist von gröberen Poren durchzogen und die Farbgebung erstreckt sich von Hellbraun bis Dunkelbraun.

Die Biedermeierzeit war von schlichter Eleganz geprägt. Möbel in diesem Stil wirkten eher wenig repräsentativ. Sie sollten für den Besitzer zweckmäßig und behaglich sein.
Mahagoni und Nussbaum können Sie häufig als Holzarten für antike Stühle im Biedermeierstil auswählen. Als Holzart für die üppigen Möbelstücke aus dem Barock kam ebenfalls Nussbaum sehr oft zum Einsatz. Nussbaum ist ein Edelholz und fand im Kunstschreinerhandwerk des 18. Jahrhunderts Anwendung. Aufgrund seiner vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten können Sie es noch heute zu den wertvollsten heimischen Edelhölzern zählen.

Stilepochen: Louis-Seize und Empire

Die Epochen des Louis-Seize und des Empire brachten schöne Möbel in Mahagoni hervor.
Mahagoni ist das exotische Holz in Rot-Braun, das Sie wegen seiner besonderen Eigenschaften wie Polierfähigkeit und Robustheit auch heute noch begeistern wird. Mahagoniholz stammt aus Mittel- und Südamerika.

Antike Stühle sind einzigartig. Sie werden an Form, Struktur und Fertigung Ihre Freude haben, denn Antiquitäten sind Unikate. Stühle aus Mahagoni oder Nussbaum verleihen Ihrem Zuhause Gemütlichkeit und Ambiente. Letztendlich entscheiden Sie zwischen Stühlen mit Polsterung oder Sitzgeflecht. Altes Holz und antike Möbelstücke zeichnen sich durch Qualität und Langlebigkeit aus. Bei Bedarf restaurieren Experten Ihre Antiquitäten.

Aus jeder Epoche ein Meisterwerk: Antiquitäten Stühle

Antiquitäten sind eine gute Möglichkeit der Einrichtung einen individuellen Anstrich zu geben. Stühle eignen sich hierfür besonders gut, da sie fast jeden Raum schmücken können und nicht zuviel Platz wegnehmen. Ob Sie nur einen Stuhl erstehen oder Ihren Esszimmertisch mit antiken Stühlen bestücken, hängt hauptsächlich von Ihrer Wohnung und Ihrem Geschmack ab. Besonders Möbel aus der Epoche Jugendstil und Gründerzeit sind ein Hingucker in jeder Wohnung. Wer die tatsächliche Gründerzeit Einrichtung einmal selbst bestaunen möchte, kann dies mittlerweile in berlin tun. Dort gibt es in der Heynstraße die Gründerzeit Museumwohnung in Berlin-Pankow.

Gründerzeit Möbel

Stühle aus der Gründerzeit sind meist sehr schön verziert. Mit gedrechselten Beinen und einer toll verzierten Rückenlehne. Oft sind der Sitz und die Rückenlehne mit Lochmuster gestaltet. Die meist verwendeten Holzarten sind Eiche, Kirsche und Nussbaum. Die Stühle aus der Gründerzeit sind meist dunkel und passen so gut zu verschiedenen Einrichtungsstilen. Mit modernen Möbeln kombiniert wirkt die Atmosphäre mit einem Stuhl aus der Gründerzeit weniger steril.

Jugendstil Stühle

Die Stühle im Jugendstil sind sehr ausgefallen und weisen oft eine üppige Polsterung am Rücken und auf der Sitzfläche auf. Die Stühle eignen sich gut für einen Esstisch oder auch für die Frisierkommode. Die Stühle aus der Jugendzeit sollten gut gewählt sein und die Einrichtung ergänzen. Der Jugendstil ist opulent und ausladend und passt vor allem in eine große Wohnung. Auch im Flur sieht ein Jugendstil Stuhl sehr gut aus.

Die Stühle sollten authentische Gebrauchsspuren aufweisen. Um wirklich sicher zu sein, dass Sie einen echten antiken Stuhl kaufen, sollte man sich als Laie an einen Experten wenden. Bei einem seriösen Händler wird man einen echten Stuhl aus vergangenen Zeiten erhalten.

Die Vielfalt von antiken Stühlen: die Stilepoche macht den Unterschied

Einrichtungsfachleute empfehlen häufig die Kontrastbildung bei der Wohnungseinrichtung durch den Einsatz von modernen und antiken Elementen. Werden Antiquitäten wie etwa dunkle, edle Holzschränke beispielsweise mit einer weißen Sitzlandschaft kombiniert, verstärkt sich der ganz eigene Charme der modernen Möbel und der Antiquitäten durch die gewollte Kontrastbildung und die Vermischung der Stile. Zu den beliebtesten Stilrichtungen bei den Antiquitäten zählt der Louis-Seize Stil. Louis-Seize ist benannt nach König Ludwig XVI. von Frankreich, der das Land von 1774 bis 1792 regierte. Dementsprechend wird der Louis-Seize Stil in der Zeitspanne der Regentschaft Ludwigs angesiedelt. Diese Zeit gilt auch als Übergang vom Spätbarock, dem sogenannten Rokoko, zum beginnenden Klassizismus vor Ausbruch der Französischen Revolution (einen Überblick über die Möbel-Stilepochen finden Sie hier). Experten unterteilen den Louis-Seize Stil in die beiden Phasen von 1760 bis circa 1774 und von 1775 bis 1790.

Louis-Seize Stuhl – das königliche Sitzmöbel

Insbesondere die Tische, Schränke und Stühle dieser Epoche gelten als Meisterstücke der Tischlerkunst. Der Louis-Seize Stuhl unterscheidet sich von Sitzmöbeln anderer Epochen durch seine kannelierten Beine. Die Beine sind aus Harthölzern gefertigt, zum Teil auch aus Edelhölzern wie Mahagoni gearbeitet. Die Sitzflächen und Rückenlehnen dieser Antiquitäten zeigen Materialien wie Samt. Sie sind häufig durch leuchtende Farben wie etwa Türkis oder kräftiges Rot gekennzeichnet. Manche Exemplare weisen Verzierungen der Polsteranteile mit Motiven aus Flora und Fauna auf. So finden sich häufig gestickte Applikationen von Zweigen, Vögeln, Blumenkörben oder Früchten beim Louis-Seize Stil. Die Stuhlbeine sind mit einer Auskehlung versehen, was ihrer Form den geschwungenen Ausdruck verleiht. Einer der bekanntesten Hersteller von Stühlen im Louis-Seize Stil war Nicolas Foliot, ein Pariser Möbeltischler, zu dessen prominenter Kundschaft auch die französische Königin Marie Antoinette zählte.